Bands
Die von uns sehr verehrten eheruncool, geben trotz ständiger Komplikationen und Neuanfängen, mal wieder ein paar Konzerte. Authentizität, Wut und Getriebenheit.
05. Jun. 2009 — Chemnitz Aaltra-Vox Open Air — Chemnitz
12. Jun. 2009 — Konzert im Rahmen der Leipziger Amateurtheatertage LOFFT
20. Jun. 2009 — Luisenstraße (im Rahmen der Bunten Republik Neustadt) — Dresden
28. Jun. 2009 — Intersoup Berlin (unplugged) — Berlin
17. Jul. 2009 — La Libertad Festival — Gersdorf
Jetzt ist es offiziell, Luke spielen dieses Jahr zum vierten Mal auf dem Immergut Festival in Neustrelitz. Mitorganisator Daniel Kempf ist ein alterFreund und Fan. Wir freuen uns sehr über die Einladung. Gespielt wird am Samstag den 30.05. gegen 17.30 im Zelt.
Stolz dürfen wir verkünden mit Daniel Decker den ehemaligen Kopf des Pawnshop Orchestras gesignt zu haben. Noch dieses Jahr wird Doppel-D zwei Veröffentlichungen auf Tumbleweed herausbringen.
In den nächsten Monaten erscheint als Vorgeschmack die EP “Enklave”. Darauf folgt dann das Album “Weißer Wal” .
Wer auf dem Laufenden sein will, der folgt Daniel bei Twitter:
http://twitter.com/aktenkundig
Oberflächlich betrachtet ist es nicht von der Hand zu weisen: THE TRUTH ABOUT aus Bonn/Köln sind eine „Mädchenband“, auch wenn der Verlust deseinzigen männlichen Bandmitgliedes Namri Dagyab (Gitarre) kürzlich eben doch wieder mit einem Gitarristen, Klaas Tigchelaar, aufgestockt wurde. Es fand sich einfach keine passende Gitarristin und irgendwie fehlte Sängerin/Gitarristin Sabrina Szabo, Bassistin Rike Müller und Schlagzeugerin Susanne Adamski auch eben genau dieser Konterpart.
Weniger oberflächlich betrachtet ist der Sound der Band zwischen Gitarrenpop und Indierock eine deutliche Reminiszenz an den britischen Indie-Sound der 90er Jahre, eine reduzierte Hommage an den Girlpop der 60er und eine Verneigung vor dem verschachtelt-melodiösen Postrock des neuen Jahrtausends - stets distanziert durch die intuitiv weibliche Herangehensweise. Da treffen schon malkomplexe Jazzakkorde auf dichte Powerchords, der Bass erspielt sich seinen Freiraum abseits der Grundtöne und das Schlagzeug groovt reduziert aber vertrackt mit den wunderschönen zweistimmigen Gesängen von Sabrina und Rike. THE TRUTH ABOUT machen tanzbare Musik, ohne sich mit 80er-Revival,Electroclash oder sonstigen neumodischen Trends aufzuhalten und schwimmen damit gekonnt und originell gegen den Strom.
Nach der Gründung 2005 wurde schon bald mit dem ersten selbstaufgenommenen Demo getourt. THE TRUTH ABOUT gewannen 2007 beim „Open Music-Contest“ und weckten noch im selben Jahr das Interesse von Deutschlands sympathischstem Noiserock-Produzenten Guido Lucas (Scumbucket, Blackmail). In seinem Troisdorfer BluBox-Studio entstand 2008 das Debütalbum „You Win Some You Lose Some“, das elf Songs zwischen Indiepop,Gitarrenbrett, Mitsingrefrains und Melancholie enthält und im April 2009 beim Kölner Label Tumbleweed (Vertrieb: Broken Silence) erscheinen wird.
2009 sind THE TRUTH ABOUT mit neuem Gitarristen und den Songs des Debüts wieder unterwegs, um die ganz eigene Formel gegen das Schubladendenken an die interessierten Ohren zu bringen, die keinen kurzlebigen Trends aufgesessen sind und in THE TRUTH ABOUT mehr sehen und hören, als bloß eine emanzipierte „Mädchenband“ mit Alibi-Gitarristen.
Bob Ludwig, Juni 2008
Über zwei Jahre sind nun seit der Veröffentlichung der EP “Noch Weiter Weg Von Uns” vergangen. Musik und Texte sind dichter, erlebbarer und schwermütiger geworden. Auch einen Fußbreit in der Nische, die letzte Blumfeld-Werke begehbar machte, wenn auch mit anderem persönlichen Kontext.
Der sächsische Vierer ist eher Arbeiter-, als Boheme-Band. Agiert wird in der sächsischen Provinz, da wo es auch mal mehr weh tut. Ohne schützende Anonymität. Der gesungene Text dann mit Gesicht in der Kleinstadt mit Gewerbegebiet. “Neue Deutsche Popkultur” ist ihr Statement gegen Rechts und nationale Anbiederei. Den Kern des Übels in den Kontext des gesellschaftlichen und musikalischen Mainstreams gestellt. Dahin wo die Wurzeln liegen.
Und wie kann ein eheruncool-Album dann anders enden als mit dem Satz: “Wir suchen die Liebe, wir werden nichts finden.”